Kulturkampf im Klassenzimmer

Susanne Wiesinger

 

 

Offen und Ehrlich präsentierte sich abermals Susanne Wiesinger mit ihren Erfahrungen in Brennpunktschulen,

auch als Ex-SPÖ-Mitglied und Ex-Gewerkschaftsfunktionärin am gestrigen Abend bei Agenda Austria.
Gleichzeitig mit der Sorge, sie würde „ins rechte Eck“ gestellt werden.

Nun, die Forderung nach Rücktritten im politischem Bereich, allen voran im Stadtschulrat, am besten bis zur 3. Entscheidungsebene, darf nach diesen Einblicken in die Institution Schule nicht ausbleiben.

Zuviel an unhaltbaren Zuständen wurden offensichtlich, die Beleg dafür sind: „Da stimmt etwas nicht“.

Einige Lösungsansätze bietet Frau Wiesinger gleich an.
Vorweg, das kollektive Denkmuster konnte sie noch nicht gänzlich ablegen.

Verständlich, auch sie konnte dem Indoktrinieren in ihrer Kindheit nicht entrinnen.

Aber auf dem Weg dorthin scheint sie zu sein. Es fallen Sätze sinngemäß mit

„es braucht mehr Eigenverantwortung“,

„ich habe nichts gegen Privatschulen, sie fördern Talente“,

„die hirachische Struktur mit politischem Einfluss muss aufgelöst werden“
„es sind nicht alle gleich und man kann nicht alle gleich machen“

 

Diese 4 Punkte alleine reichen schon, motiviert daran zu gehen, unseren Programmpunkt

„Privatschule für alle“ unverzüglich mit nächstem Schulbeginn im September 2019 umzusetzen.
Dies ist wohl der schnellste und effektivste Weg, um das marode Schulsystem aus der Steinzeit in die Neuzeit zu katapultieren.
Denn nur mit den Kräften eines freien Marktes werden Lösungen angeboten, die unsere Kinder fit für ihre Zukunft machen. Mit all der Dynamik, wie es eben nur in Marktwirtschaften möglich ist.

Vor allem, wenn Freiwilligkeit gefordert wird.

Details:

Mit einem Bildungsscheck erhalten die Eltern ein Instrument, mit dem sie die möglichst beste Schule für ihr Kind wählen können. Er kann nur in Schulen eingelöst werden, die grundsätzliche Inhalte im Bildungsprogramm haben.

z.B. Unterrichtssprache Deutsch, Bewegung, Heimatkunde, Demokratiekunde.

Den Schultyp dazu gestalten die Schulen selbst.

Der Wettbewerb der Schulen um möglichst viele Kinder, wird zwangsweise das Angebot verbessern. Es ermöglicht Schulerhalter und Direktoren den Aufbau ihrer Schule mit Pädagogen, nahezu gänzlich ohne politischen, ideologisierenden Einfluss.
Der Bildungsscheck gibt Schulen den Freiraum Konzepte anzubieten, die den Vorstellungen der Eltern/Schüler gerecht wird. Mit all den flexiblen Möglichkeiten, die sich bieten, wenn autonom agiert werden kann.

Der Staat, also wir Steuerzahler, der ein grosses Interesse an bestens geschulten (nicht erzogenen) Kindern hat, bietet den Bildungsscheck in jener Höhe an, die jetzt schon für ein Schulkind im Durchschnitt aufgewandt wird. Dies sorgt für „sinnvolle Massnahmen“ innerhalb den unabhängigen Schulen. Wenn eine Schule einen Fehler macht, ist dies nicht so dramatisch, als wenn das zentralistische Organ einen macht, wie es eben in sozialistischen Gesellschaften systemimanent passiert.
Das zeigt die Geschichte von Frau Wiesinger deutlich auf.
Und in kleinen Strukturen wird auch schneller auf Fehlentwicklungen reagiert.
Wie es eben auch in der Wirtschaft ist. Sie sind dynamischer und näher am Kunden, in diesem Fall, näher bei den Schülern.

Doch:

 

Mit den bestehenden politischen Organisationen von rot,grün,blau,schwarz,pink – also jene mit etatistischen Wesenszügen - wird sich das nicht umsetzen lassen.

Zu stark sind auch persönliche Interessen einzelner Personen, insbesondere in gehobenen Positionen, involviert. Weshalb immer nur ein fauler Kompromiss herauskommen wird.

Das mit dem Bildungsscheck die Arbeitsqualität, die Einkommensqualität der Pädagogen steigt, davon kann ebenso ausgegangen werden, wie auch die Zahl der Beschäftigung von Lehrern ansteigen wird, wenn die vorhandenen Geldmittel nicht für den Erhalt politisch vereinnahmter Strukturen aufgebraucht werden.
Das lässt darauf hoffen eine Vielzahl, vor allem Junglehrer, von dieser Idee zu begeistern und mutig voranzuschreiten, mit der Forderung:
Privatschule für alle.

Günther Koller
Landesobmann Wien

Der gesamte Vortrag inkl. anschliessender Diskussion.
https://youtu.be/hTrZkEYo-0k?t=587
www.agenda-austria.at


Wir Freidemokraten sehen uns als Reform-Partei, die für leistungsorientierte Österreicher, für mehr Bürger- und Freiheitsrechte und gegen die Allmacht des Staates eintritt.


Wir verstehen uns als ausserparlamentarische Opposition, die neben kritischen Blicken in Finanzhaushalte stets den Blick nach vorne gerichtet hat, um mit zukunftsweisenden Vorschlägen eine Politik für Menschen anzubieten, die Freiheit, Wohlstand und Sicherheit gewährleistet. Selbstbestimmung und Mitbestimmung, aufgebaut auf freier Meinung und freier Märkte sind die Eckpfeiler unserer Arbeit.

Ich bedanke mich bei allen unseren ehrenamtlichen, engagierten Helfern und ihren Familienangehörigen für deren Verständnis der tatkräftigen Mitarbeit, sowie bei unseren Spendern.

 

Glück auf !

 

@Günther Koller
Landesobmann Wien

 

amtliche Infos: https://www.wien.gv.at/politik/wahlen/grbv/2015/index.html